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Wie und wieso Zellen sterben: Neuer SFB erforscht grundlegende Fragen zum Zelltod

28.11.2019 | TopNews

Drittmittelprojekt „Zelltod in Immunität, Entzündungen und Erkrankungen“ (SFB 1403) für vier Jahre mit 13 Mio. Euro gefördert

Die Universität zu Köln hat einen weiteren Sonderforschungsbereich bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingeworben. Der SFB 1403 „Zelltod in Immunität, Entzündungen und Erkrankungen“ verfolgt einen multi- und interdisziplinären Ansatz, um offene Fragen in der Zelltodforschung zu bearbeiten. Sprecher sind Professor Dr. Manolis Pasparakis vom Institut für Genetik der Universität zu Köln und Prof. Dr. Hamid Kashkar (Stellvertretender Sprecher) vom Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der Universität zu Köln. In den insgesamt 17 Teilprojekten sind neben der Genetik auch die Biochemie, Botanik, Dermatologie, Innere Medizin, Medizinische Mikrobiologie, Max Planck Institut für Pflanzenzüchtungsforschung und Max Planck Institut für Biologie des Altern aus Köln beteiligt sowie Partner an den Universitäten Bonn und der LMU München und vom Forschungszentrum Jülich. Der SFB wird für zunächst vier Jahre Laufzeit mit insgesamt rund 13 Millionen Euro inklusive einer Programmpauschale gefördert.

Zelltod ist ein grundlegender biologischer Prozess, der entscheidend ist, um die Funktionen von Gewebe aufrecht zu erhalten. Zelltod spielt zum Beispiel eine Rolle, wenn Tier- und Pflanzengewebe mit Krankheitserregern in Kontakt kommen und diese abwehren. Jüngste Forschungen zeigen, dass Zellen hierbei zwischen verschiedenen Arten des regulierten Zelltods wählen können. Die Wahl der Todesart habe Auswirkungen auf das umliegende Gewebe und leitet eine entsprechende Reaktion von benachbarten Zellen ein. „Man kann also sagen, dass eine Zelle mit ihrem geplanten Tod das weitere Lebendgewebe entscheidend beeinflusst. Was bislang allerdings noch unklar ist, ist wie die Entscheidungen für den einen oder den anderen Zelltod von Zelle zu Zelle kommuniziert wird“, so Professor Pasparakis. „Wir beginnen erst jetzt, die physiologischen und pathologischen Rollen von Zelltod-Typen und deren Verknüpfung miteinander zu verstehen. Dieses Grundlagenwissen wird für Verständnis und Therapie von vielen Krankheiten wertvoll sein, bei denen die Kontrolle von Zelltod aus der Bahn geraten ist.“

Das Ziel des SFB 1403 ist es, die Regulationsmechanismen sowie die physiologischen und pathologischen Folgen verschiedener Arten von Zelltod im Organismus zu verstehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Immunität, Entzündung und Wirt-Mikrob-Interaktion.

Pasparakis: „Ganz besonders macht unseren neuen SFB, dass wir die Zelltod-Mechanismen sowohl in Pflanzenzellen wie auch in tierischen Zellen untersuchen, weil sich an der Universität zu Köln mit dem Exzellenzcluster CEPLAS für Pflanzenforschung und dem Exzellenzcluster CECAD für Alternsforschung eine herausragende Expertise auf beiden Seite verbindet.“

Inhaltlicher Kontakt:        
Prof. Dr. Manolis Pasparakis (Sprecher)
Institut für Genetik
+49 221 478-84351
pasparakis[at]uni-koeln.de

Prof. Dr. Hamid Kashkar (co-Sprecher)
Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene
+49 221 478-84091
h.kashkar@uni-koeln.de

Presse und Kommunikation:

Frieda Berg
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