Fünfjähriges Förderprogramm stärkt pädiatrische Lungenforschung in Köln zur Aufklärung früher Mechanismen des Alterns und chronischer Lungenerkrankungen
Im Fokus steht die systematische Erforschung früher pathophysiologischer Mechanismen chronischer Lungenerkrankungen im Kindesalter. Besonderes Augenmerk liegt auf entzündlichen Prozessen in der frühen Lebensphase und deren langfristiger Bedeutung für die Entstehung und Progression chronischer Lungenerkrankungen. In enger Zusammenarbeit mit dem CECAD Research Center wird untersucht, wie frühe Einflüsse und biologische Prägungen im Leben die Trajektorien eines gesunden Lungenalterns sowie die individuelle Anfälligkeit für respiratorische Erkrankungen bestimmen und nachhaltig beeinflussen können.
Die translationale Forschung stützt sich auf Bioproben aus etablierten klinischen Kohortenstudien (u. a. MELA und ALLIANCE) und soll diese mit modernsten molekularbiologischen Hochdurchsatztechnologien kombinieren. Ergänzend werden innovative räumliche Methoden wie spatial metabolomics und multiplex Imaging am Zentrum für Stoffwechselforschung und am CECAD Research Center eingesetzt, um zelluläre und metabolische Prozesse im Kontext der dreidimensionalen Lungenarchitektur präzise zu analysieren.
Das Programm ist eng mit klinischer Pädiatrie, experimentellen Modellen und einer hochmodernen Forschungsinfrastruktur verzahnt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dr. Miguel A. Alejandre Alcázar wird zudem ein strukturiertes Nachwuchsförderkonzept implementiert, das gezielt Clinician Scientists und Postdoktorandinnen und Postdoktoranden adressiert. Dieses umfasst Start-up-Förderungen. und klinischen Freistellungsanteilen sowie begleitenden Career-Development-Maßnahmen am Campus der Uniklinik Köln.
Insgesamt stärkt das mit 1,4 Millionen Euro geförderte Vorhaben die strategische Weiterentwicklung der pädiatrischen Lungenforschung in Köln und zielt auf die nachhaltige Etablierung eines international sichtbaren, translational ausgerichteten Forschungsschwerpunkts mit hoher klinischer Relevanz.
