KPA AGING Seed Funding fördert vier neue interdisziplinäre Projekte in der Alternsforschung
Der sich beschleunigende demografische Wandel hin zu einer zunehmend alternden Gesellschaft stellt uns vor dringende sozioökonomische und gesundheitliche Herausforderungen. Die KPA „Aging-Associated Diseases“ (AGING) der Universität zu Köln verfolgt das Ziel, tiefere Einblicke darin zu gewinnen, wie der Alterungsprozess und altersbedingte Erkrankungen durch umweltbedingte, geschlechtsspezifische und transgenerationale Faktoren, sowie durch soziale, sozioökonomische und anthropologische Bedingungen beeinflusst werden.
Um die kritische Masse und Infrastruktur der Key Profile Areas weiter auszubauen und den Austausch zwischen Forschenden aus verschiedenen Fakultäten der Universität zu Köln zu fördern, werden neue Projekte zum Thema „Demografischer Wandel hin zu einer alternden Gesellschaft“ ins Leben gerufen.
CECAD-PIs Mauro Corrado und Christian Frezza wollen in ihrem Forschungsprojekt “Mapping immunometabolic ageing trajectories across tissues” durch die Kombination von Längsschnittanalysen wichtiger Organe mit einer Analyse des Immunsystems und des Stoffwechsels untersuchen, wann und wo altersbedingte Funktionsstörungen auftreten, wie der Rückgang der Immun- und Stoffwechselfunktionen miteinander verknüpft sind und ob gewebespezifische Signaturen frühe, zielgerichtete Alterungsprozesse aufzeigen können, bevor es zum Versagen des Organismus kommt.
Im Rahmen ihres Projekts „Shaping individual trajectories to Alzheimer's Disease by social orientation“ untersuchen CECAD-PI Matteo Bergami und Erik N. Dzwiza-Ohlsen von der Philosophischen Fakultät den Zusammenhang zwischen sozialen Faktoren und Demenz. Ihr Fokus liegt dabei auf Alzheimer Erkrankungen.
Gabriele Zaffagnini, Miguel Alejandre Alcázar, David Meyer und Tanja Groten von der Medizinischen Fakultät untersuchen in ihrem Projekt „Parental meta-inflammatory determinants of intergenerational inheritance: how obese parents predispose the offspring for aging and disease” die Mechanismen der intergenerationellen metabolischen Prägung, die durch Übergewicht verursacht wird.
Die Pilotstudie “Loneliness, Social Participation and Healthy Aging in Urban Neighborhoods -A Participatory Feasibility Study (URBAN-AGE)” von Nicole Skoetz vom Institut für Öffentliches Gesundheitswesen und Lea Ellwardt von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät verlagert den Fokus von biologischen Alterungsprozessen auf die sozialen und räumlichen Kontexte, in denen das Altern stattfindet.
Die geförderten Wissenschaftler*innen werden ihre Projekte im Rahmen eines Workshops vorstellen, der am 14. Juli von 9 bis 12 Uhr im Hörsaal des CECAD stattfindet. Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie, sich HIER anzumelden
