CECAD

Sind DNA-Schäden die zugrundeliegenden Ursachen des Alterns?

In einem Übersichtsartikel entwickeln Wissenschaftler das Konzept, dass DNA-Schäden die grundlegende Ursache für Alterung sein könnten. Die Arbeit wurde im renommierten Journal Nature veröffentlicht.

Die CECAD Arbeitsgruppenleiter Björn Schumacher und Jan Hoeijmakers veröffentlichten zusammen mit zwei Kollegen aus Rotterdam und New York einen Artikel, der die zentrale Rolle von DNA-Schäden im Alterungsprozess diskutiert.

Bis heute ist nicht bekannt, ob der komplexe Prozess des Alterns mit seinen vielen Facetten auf einen einheitlichen kausalen Mechanismus zurückgeführt werden kann.

Die Autoren vermuten, dass DNA-Schäden eine Schlüsselrolle im Alterungsprozess einnehmen. DNA-Schäden verursachen molekulare, zelluläre und systemische Störungen, die im Alterungsprozess zunehmend beobachtet werden. Weiterhin beschleunigen DNA-Reparaturdefekte die Entwicklung einer Vielzahl von altersbedingten Krankheiten.

Die Autoren setzen sich kritisch mit einer Vielzahl von Argumenten auseinander und zeigen auf, warum DNA-Schäden eine so zentrale und ursächliche Rolle im Alterungsprozess spielen.

"Basierend auf allen Beweisen, die wir gesammelt haben, ist DNA-Schaden der mit Abstand wahrscheinlichste molekulare Treiber des Alterns", sagt Schumacher.

"Wenn wir nun tiefer in die Mechanismen blicken, durch die DNA-Schäden jeden der Prozesse beeinflussen, die kausal zu den im Alter auftretenden Pathologien beitragen, eröffnet uns das Perspektiven, den Alterungsprozess an seinen Wurzeln anzugehen und damit allen altersassoziierten Krankheiten gleichzeitig entgegenzuwirken", sagen die vier Autoren abschließend.


Link zur Originalpublikation:

Schumacher B, Pothof J, Vijg J, Hoeijmakers. The central role of DNA damage in the ageing process. Nature 2021

https://www.nature.com/articles/s41586-021-03307-7